Digitale Landkarte zum Thema Schulabsentismus

Foto: Screenshot der digitalen Landkarte für Schulabsentismus

Um schulabsente junge Menschen zu unterstützen, ist nun eine digitale Landkarte verfügbar.

Die bundesweite digitale Landkarte stellt eine Auflistung von Trägern, Projekten und Beratungsstellen dar, die sich mit dem Thema Schulabsentismus beschäftigen So können sich pädagogische Fachkräfte und weitere Interessierte über aktuelle Angebote informieren und sich untereinander vernetzen.  Die Karte wird laufend aktualisiert, es besteht allerdings kein Anspruch auf Vollständigkeit. Wer sich an der Karte beteiligen möchte, kann per Formular sein Angebot zusenden. Die Karte ist auf der Homepage des Projektes „Schule – ohne mich!?“ von IN VIA Deutschland verfügbar. Das Projekt bündelt neue Entwicklungen und Handlungsanforderungen bei Schulabsentismus, aktuelle Forschungsergebnisse zu Schulabsentismus und wird vom 1. Januar 2025 bis zum 31. Dezember 2026 im Rahmen der Bundesarbeitsgemeinschaft Katholische Jugendsozialarbeit (BAG KJS) e.V. mit Mitteln aus dem Kinder- und Jugendplan des Bundes gefördert.

JubaS-Fachtagung 2026

Wir laden Sie herzlich zur landesweiten JubaS-Fachtagung „Jugendberufsagentur als Verantwortungsgemeinschaft – Verstetigung im sächsischen Netzwerk gemeinsam denken“ ein! 

Die Veranstaltung findet am 28. April 2026 von 9:30 Uhr bis 16:15 Uhr im Mediencampus Villa Ida (Poetenweg 28, 04155 Leipzig) statt. Sie haben bereits ab 09:00 Uhr die Möglichkeit, anzukommen und sich mit Kolleg*innen auszutauschen.

Das Programm finden Sie untenstehend als PDF-Download. 

Sie können sich über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen anmelden. Wählen Sie bitte Ihren präferierten Input aus und sichern Sie sich einen Platz. Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist der 21. April 2026.

Hier können Sie sich anmelden.

Leitbild der Jugendberufsagenturen Sachsen

Im Rahmen eines landesweiten Entwicklungsprozesses wurde ein gemeinsames Leitbild für die sächsischen Jugendberufsagenturen erarbeitet. Es bildet einen abgestimmten Orientierungsrahmen für die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit der Jugendberufsagenturen in Sachsen.
Das Leitbild beschreibt grundlegende Werte für die Arbeit der Jugendberufsagenturen und dient als fachliche Orientierung für bestehende und zukünftige Kooperations- und Entwicklungsprozesse. Dabei formuliert es gemeinsame Leitlinien, ohne die regionalen Besonderheiten der einzelnen Jugendberufsagenturen einzuschränken.

Entwicklung
Das Leitbild wurde im Jahr 2024 im Rahmen eines mehrstufigen Beteiligungsprozesses entwickelt und fachlich durch einen externen Anbieter (Camino Organisationsentwicklung) begleitet.

Grundlage bildete eine zweiteilige Workshopreihe mit Vertreter*innen der sächsischen Jugendberufsagenturen sowie weiterer beteiligter Akteure. Im ersten Workshop wurden zentrale Werte und Leitlinien der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit sowie der Arbeit mit jungen Menschen gemeinsam erarbeitet und weiterentwickelt. Die Ergebnisse wurden anschließend im zweiten Workshop vertieft und zu einem konsolidierten Leitbildentwurf zusammengeführt. Dieser Entwurf wurde anschließend auf Landesebene in der Landesfachgruppe Jugendberufsagentur abgestimmt.

Umsetzung in der Praxis
Zur Unterstützung der praktischen Umsetzung des Leitbildes führte die Landesservicestelle JubaS ein virtuelles Leitbildgespräch mit Vertreter*innen der sächsischen Jugendberufsagenturen durch. In moderierten Gesprächen wurden die Leitsätze gemeinsam erörtert und praxisbezogen konkretisiert. Ziel war es, ein gemeinsames Verständnis dafür zu entwickeln, was die einzelnen Leitsätze für die tägliche Arbeit bedeuten und wie sie in der Praxis umgesetzt werden können.

Nutzung und Ausblick
Das Leitbild kann von den Jugendberufsagenturen als Arbeits- und Orientierungsgrundlage genutzt werden, unter anderem für interne Abstimmungsprozesse, Reflexionsformate sowie zur Weiterentwicklung der rechtskreisübergreifenden Zusammenarbeit. Die Landesservicestelle JubaS wird das Leitbild weiterhin in ihre  Unterstützungs- und Austauschformate einbeziehen und dessen Anwendung begleitend unterstützen.

Jugendbericht „Mental Health“: Befunde und Impulse für die Praxis

Screenshot von der YEP-Website

Screenshot von der YEP-Website

Der aktuelle Jugendbericht „Mental Health“ von YEP (Youth Empowerment Participation) zeigt, wie angespannt die mentale Lage vieler junger Menschen ist.

Mehr als 5.500 Jugendliche aus Deutschland und Österreich haben ihre Perspektiven eingebracht. Nur 7 % der Befragten fühlen sich zufrieden und glücklich, während 63 % angeben, es gehe ihnen nicht gut. Besonders auffällig: Über die Hälfte der Jugendlichen fühlt sich nicht ernst genommen, wenn sie über psychische Belastungen sprechen. Dieses Gefühl tritt vor allem bei Mädchen und jungen Frauen gehäuft auf.

Ein weiterer zentraler Befund ist die Bedeutung von Zugehörigkeit. Für 81 % der Jugendlichen ist sie ein entscheidender Faktor für psychisches Wohlbefinden. Gleichzeitig berichten viele von Ohnmachtserfahrungen, die sich in chronischem Stress, Resignation und sozialer Rückzugstendenz äußern. Als Hauptstressoren nennen die Jugendlichen schulischen Leistungsdruck, fehlende Entlastung sowie mangelnde Kompetenzen im Umgang mit Stress. Die Folgen zeigen sich unmittelbar in ihrer Entwicklung und Teilhabe.

Trotz dieser Belastungen formulieren die Jugendlichen klare Erwartungen und Lösungsansätze:

  • Verpflichtende Präventionsangebote an Schulen, um mentale Gesundheit verbindlich zu verankern
  • Stärkung von Selbstwirksamkeit durch Mitsprache- und Gestaltungsmöglichkeiten im Alltag
  • Zugang zu zielgruppenspezifischer Aufklärung über verschiedene Kanäle (von Social Media über Schulen bis hin zur Jugendarbeit und Betrieben)

Für Fachkräfte in Jugendberufsagenturen bieten die Ergebnisse wichtige Hinweise darauf, wie bedeutsam ernst gemeinte Beteiligung, verlässliche Präventionsstrukturen und niedrigschwellige Zugänge zu Unterstützung sind, um die mentale Gesundheit junger Menschen nachhaltig zu stärken.

Hier geht’s zum Bericht: 20250401_Mental-Health_Jugendbericht_Download.pdf

Podcast zur Prävention von Rechtsextremismus

Logo von cultures interactive

Die „fa:rp“ (Fachstelle Rechtsextremismusprävention) spricht in ihrem Podcast „Rechtsextremismusprävention kompakt“ über zentrale Aspekte der Präventionsarbeit in der Jugendarbeit. In mehreren Folgen werden unterschiedliche Facetten des Rechtsextremismus in Deutschland und die negativen Folgen, die von ihm für die Gesellschaft und den Einzelnen ausgeht, analysiert.

Die „fa:rp“ wurde 2020 von Cultures interactive e.V. eingerichtet. Ziel ist es, rechtsextrem gefährdete und orientierte Jugendliche anzusprechen und für menschenrechtliche und demokratische Haltungen zu öffnen.

Die Erstellung des Podcasts wurde gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Hier finden Sie den Podcast.

Save-The-Date: JubaS-Fachtagung 2026

Am 28. April 2026 findet die landesweite JubaS-Fachtagung zum Thema „Jugendberufsagentur als Verantwortungsgemeinschaft – Verstetigung im sächsischen Netzwerk gemeinsam denken” statt.

Merken Sie sich den Termin vor und teilen Sie ihn gerne in Ihren Netzwerken!

In Kürze folgen weitere Details zu Veranstaltungsort, Programm und Anmeldung.

Für Fragen stehen wir Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung.

Das Team der Landesservicestelle JubaS

 

 

 

„Hilfen im Netz“: Digitale Unterstützung für junge Menschen aus sucht- und psychisch belasteten Familien

Abstraktes Wandgemälde zweier Hände, die sich fast berühren

Foto: Unsplash

Das Projekt „Hilfen im Netz“ bietet eine kostenlose und anonyme Onlineberatung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus sucht- oder psychisch belasteten Familien. Auf der Website finden Betroffene, Angehörige und Fachkräfte zudem eine digitale Landkarte mit bundesweiten Hilfsangeboten, die über eine Postleitzahlsuche leicht zugänglich ist. Träger sind NACOA Deutschland e. V. und KidKit, gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Für die Jugendsozialarbeit stellt „Hilfen im Netz“ damit eine niedrigschwellige Plattform dar, um junge Menschen schnell und passgenau an Unterstützung weiterzuvermitteln.

Die Onlineberatungs-Website finden Sie hier.

Kinder und Jugendliche gestalten Zukunft

Logo der Stiftung Bildung

Wie wird sich die Welt in Zukunft entwickeln? Welche Entscheidungen sollten schon heute getroffen werden, um die Lebensqualität künftiger Generationen zu sichern? Antworten auf diese Fragen können nur gemeinsam mit jungen Menschen gefunden werden.

Die Stiftung Bildung hat für die Offene Kinder- und Jugendarbeit ein Workbook zum Thema Bildung für nachhaltige Entwicklung herausgegeben, das Praxistipps, Materialien, Projektideen, Anleitungen und Methoden bündelt.

Hier finden Sie die Arbeitsmaterialien.

Wohnungslosigkeit junger Menschen ist Ausdruck wachsender struktureller Armut

Eine Hand legt ein Holzklötzchen auf eine Anordnung von Klötzen, die die Form eines Hauses darstellen.

Foto: freepik

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass zum Stichtag 31. Januar 2025 rund 474.700 Menschen wegen Wohnungslosigkeit in Einrichtungen untergebracht waren. Davon sind 41 % unter 25 Jahre alt. Damit wird deutlich, was Fachkräfte seit Langem beobachten: Wohnungslosigkeit trifft zunehmend auch junge Menschen.

Einblicke in überbrückende Praxis sowie Empfehlungen und Handlungsbedarfe können Sie hier nachlesen.

Handreichung zu den Ergebnissen der Befragung der Mitarbeitenden der sächsischen Jugendberufsagenturen veröffentlicht

Wie arbeiten die sächsischen Jugendberufsagenturen zusammen? Wo liegen ihre Stärken, und in welchen Bereichen sehen die Mitarbeitenden Entwicklungspotenzial? Um diese und weitere Fragen zu beantworten, hat die Landesservicestelle JubaS im Frühjahr 2024 eine landesweite Onlinebefragung durchgeführt.

Beteiligt waren Mitarbeitende aus Agenturen für Arbeit, Jobcentern, Jugendämtern sowie weiteren Partnerinstitutionen wie Kammern und freien Trägern. Die Befragung beleuchtet zentrale Themen wie die Ausgestaltung der JBA, die rechtskreisübergreifende Zusammenarbeit, Qualität und Weiterentwicklung, den Datenaustausch sowie spezielle Angebote für unterschiedliche Zielgruppen.

Die Ergebnisse zeigen, dass in vielen Bereichen bereits gute Strukturen und funktionierende Netzwerke bestehen – etwa in der Kooperation zwischen den Rechtskreisen oder der persönlichen Vernetzung der Fachkräfte. Gleichzeitig wurden Handlungsfelder deutlich, zum Beispiel beim Thema Sichtbarkeit für junge Menschen, beim Zugang zu Angeboten oder beim vereinfachten Datenaustausch zwischen den Partnern.

Die nun vorliegende Handreichung fasst die wichtigsten Erkenntnisse der Befragung zusammen. Sie richtet sich an alle, die in der Arbeit mit jungen Menschen am Übergang von der Schule in den Beruf tätig sind, und möchte den fachlichen Austausch sowie die gemeinsame Qualitätsentwicklung unterstützen.

Die Handreichung steht Ihnen nachfolgend zum Download zur Verfügung.