11. JubaS-Themenkreis: Datenaustausch in Jugendberufsagenturen

Am 17. April 2024 fand der 11. JubaS-Themenkreis statt. Unter dem Titel „Datenaustausch in Jugendberufsagenturen“ wurden Ansätze von Jugendberufsagenturen diskutiert, personenbezogene Daten rechtssicher auszutauschen. In der Veranstaltung gab zunächst die Jugendberufsagentur Görlitz einen Einblick in ihre Arbeit mittels einer virtuellen Plattform. Die Jugendberufsagentur Bremen-Bremerhaven legte die Ausgangslage und den Prozess des Datenaustauschs in Bremen dar. Abschließend widmete sich die Agentur für Arbeit Sachsen-Anhalt Süd den Erfahrungen mit YouConnect im Saalekreis und der Stadt Halle.

3. JubaS-Online-Schulung: Entspannt & konstruktiv moderieren: Handwerkszeug für rechtskreisübergreifende Besprechungen & Workshops

Am 7. Februar 2024 fand die dritte JubaS-Onlineschulung zum Thema “Entspannt & konstruktiv moderieren: Handwerkszeug für rechtskreisübergreifende Besprechungen & Workshops ” statt. Die Veranstaltung richtete sich hauptsächlich an koordinierendes Personal, Mitarbeitende, die moderierende Aufgaben übernehmen bzw. zukünftig übernehmen werden, sowie an weitere interessierte Personen.

Im Fokus der Onlineschulung standen u. a. Grundlagen von Moderation, Moderationsformate, Umgang mit Konflikten & Störungen sowie praktische Anwendungsbeispiele für digitale und Präsenzveranstaltungen.

Die Schulung wurde von Dr. Barbara Kiepenheuer-Drechsler vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH durchgeführt.

10. JubaS-Themenkreis | Ausbildung für junge Menschen mit Behinderung: Unterstützungsstrukturen in Sachsen

Am 30. November fand der 10. JubaS-Themenkreis statt. Unter dem Titel „Ausbildung für junge Menschen mit Behinderung: Unterstützungsstrukturen in Sachsen“ standen unterschiedliche Perspektiven auf den Übergang junger Menschen mit Behinderung in Ausbildung bzw. in Arbeit im Fokus. In der Veranstaltung gab zunächst der Integrationsfachdienst Sachsen einen Einblick in seine Arbeit. Die Fachstelle Migration und Behinderung Sachsen widmete sich der Zielgruppe behinderter Menschen mit Migrationsgeschichte. Das Unternehmen Dein Weg und Wir erläuterte die Leistungsform des „Persönlichen Budgets“. Abschließend präsentierte die Inklusionsberatung der IHK Chemnitz die Potenziale junger Menschen mit Behinderung für Unternehmen.

Landesweite JubaS-Fachtagung 2023

Am 31. August 2023 fand die landesweite JubaS-Fachtagung „Junge Menschen stärken – Gemeinsam Übergänge gestalten” mit rund 150 Akteuren aus Jugendberufsagenturen, Verwaltung, Politik und der Fachöffentlichkeit statt. Die Teilnehmenden konnten sich auf der Tagung zum aktuellen Stand und der Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen in Sachsen und bundesweit sowie zu neuen Entwicklungen am Ausbildungsmarkt informieren. Neben den Vernetzungsmöglichkeiten auf dem JubaS-Marktplatz bot die Fachtagung am Nachmittag Gelegenheit zum fachlichen Austausch. In vier Workshops diskutierten die Teilnehmenden zu den Themen geflüchtete junge Menschen, Beteiligung & Partizipation, entkoppelte junge Menschen sowie Koordination & Netzwerkaufbau. Die Fachtagung wurde gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr durchgeführt.

Ines Fröhlich
Staatssekretärin für Digitalisierung und Mobilität
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

„Nicht zuletzt vor dem Hintergrund des massiven Fachkräftemangels ist es umso wichtiger, sich ständig mit dem Thema des Berufseinstiegs und der Integration in die Arbeitswelt von jungen Menschen zu beschäftigen, Lösungsansätze zu entwickeln und sie ganz praktisch vor Ort anzubieten. Mit den Jugendberufsagenturen hat sich in den vergangenen Jahren eine Kooperationsform entwickelt, die genau hier – unter dem Leitmotiv – ‚Kein Jugendlicher darf verloren gehen‘ eine wesentliche Rolle spielt. Sie bieten praktische Unterstützung, um den individuellen Herausforderungen und Unsicherheiten, mit denen junge Menschen beim Berufseinstieg konfrontiert sind, erfolgreich zu begegnen. Grundlage ist eine effektive Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren, die sonst häufig nur in ihrem Bereich agieren. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend, um jungen Menschen langfristige Perspektiven zu bieten und ihre Potenziale zu fördern. Mit der landesweiten JubaS-Fachtagung bringen wir all diese Akteure zusammen und fördern den fachlichen Austausch untereinander.“

Michaela Ungethüm
Geschäftsführerin operativ
Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit

„Die Jugendberufsagentur ist ein funktionierendes Netzwerk aus allen Partnerinnen und Partnern am Ausbildungsmarkt. Sie funktioniert, weil alle Beteiligten ihre Kompetenzen einbringen. Auch die regionale Vielfalt ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendberufsagenturen unterstützen die jungen Menschen, damit sie bestmöglich ins Berufsleben durchstarten können. Das gelingt beispielsweise mit einer frühzeitigen Berufsorientierung in allen Schulen oder passenden Angeboten. Künftig wollen wir insbesondere jungen Menschen mit schwierigen Startbedingungen eine noch bessere Unterstützung geben und Eltern in diese Arbeit verstärkt einbeziehen.“

 

Film zum Download (closed captions)

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Kurzversionen für social media (closed captions)

Kurzversionen für social media (open captions)

Die Gesprächsrunde wurde durch Eingangsstatements von Ines Fröhlich (Staatssekretärin für Digitalisierung und Mobilität im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr) sowie Michaela Ungethüm (Geschäftsführerin Operativ der Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion Sachsen) eröffnet. Staatssekretärin Fröhlich verwies auf die zahlreichen Herausforderungen für junge Menschen in den vergangenen Jahren und deren Nachwirkungen. Die Jugendberufsagenturen hätten sich aus ihrer Sicht als Instrument in der Krise bewährt, weil sie junge Menschen intensiv beim Übergang von der Schule zum Beruf begleiten. Michaela Ungethüm stellte die Situation auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt sowie die damit einhergehenden Herausforderungen dar. Beide Vertreterinnen waren sich einig: Kein junger Mensch dürfe verloren gehen!

Im Anschluss stellten sich die Jugendberufsagenturen in Chemnitz, Bautzen und Görlitz via Video dem Publikum vor und verbanden diese Vorstellung jeweils mit einer sie umtreibenden Frage an die Gesprächsrunde:

Die JBA Chemnitz war daran interessiert, welche Leistungen die Jugendberufsagenturen nach erfolgter Ausbildungsaufnahme zur Stabilisierung von Ausbildungsverläufen vorhalten sollten. Staatssekretärin Fröhlich betonte, dass es auch nach einer erfolgten Ausbildungsaufnahme wichtig sei, junge Menschen weiterhin durch das Netzwerk der Jugendberufsagenturen zu unterstützen. Zugleich nahm sie die Betriebe in die Pflicht: In den letzten Jahren hätte sich der Ausbildungs- und Arbeitsmarkt von einem Arbeitgeber- hin zu einem Arbeitnehmermarkt radikal verändert. Dies hätten noch nicht alle Betriebe verstanden. Aus diesem Grund appellierte Fröhlich an die Eigenverantwortung der Betriebe für eine gelingende Ausbildung. Michael Ungethüm hob die Vielzahl an Unterstützungsangeboten seitens der Bundesagentur für Arbeit hervor, beispielsweise ausbildungsbegleitende Hilfen im Rahmen der Assistierten Ausbildung.

So wollte die JUBAG Bautzen wissen, wie sich Staatssekretärin Fröhlich und Michaela Ungethüm die Verstetigung und Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen in Sachsen vorstellen. Ines Fröhlich bekräftigte die Förderung einer transparenten und vertrauensvollen Zusammenarbeit der beteiligten Akteure auf Landesebene. Ein beredtes Beispiel hierfür sei die am 22. Juni 2023 veröffentliche Gemeinsame Erklärung, deren Umsetzung durch die Landesfachgruppe JBA engmaschig begleitet wird. Zudem solle das Förderprogramm „Jugendberufsagentur Sachsen (JubaS)“ durch eine weitere Förderrunde nachhaltig gestärkt werden. Michaela Ungethüm sah die Jugendberufsagenturen mit ihrer Ausrichtung auf eine ganzheitliche Berufsorientierung und individuelle Begleitung als Grundstein für einen erfolgreichen Übergang junger Menschen von der Schule in den Beruf.

Die JBA Görlitz wollte erfahren, wie zukünftig die Zielgruppen „junge Menschen mit multiplen Problemlagen“ und „jungen Menschen mit Fluchterfahrungen“ stärker unterstützt werden können. Die von der Fachkräfterichtlinie geförderten Arbeitsmarktmentoren wären aus der Sicht von Ines Fröhlich ein geeigneter Ansprechpartner zur Förderung dieser Zielgruppe. Generell – so waren sich Ines Fröhlich und Michaela Ungethüm abschließend einig – müsse an die Stelle einer Komm-Struktur vielmehr eine Geh-Struktur treten, beispielsweise durch Formen aufsuchender Arbeit.

Jedes Bündnis ist anders - diese Vielfalt spiegelte sich in den präsentierten Marktständen wider und beflügelte die anregenden Gespräche unter den sich präsentierenden Bündnissen.

Leider bleibt in der alltäglichen Arbeit der Jugendberufsagenturen häufig nicht genügend Zeit sich umzuschauen, welche Schwerpunkte und Netzwerke andere Jugendberufsagenturen in Sachsen fokussieren und unterhalten. Der Marktplatz im Rahmen der JubaS Fachtagung sollte es den 13 Bündnissen ermöglichen, sich selbst und ihre Arbeit anderen Bündnissen vorzustellen und miteinander in den Austausch zu kommen.

Der Marktplatz war nicht nur eine Präsentation von Jugendberufsagenturen, sondern auch ein Ort, an dem der Mehrwert eines starken Netzwerks sichtbar wurde. Nach den Inputs wurde der Marktplatz durch das Sächsische Ministerium für Arbeit, Wirtschaft und Verkehr eröffnet, und die Bündnispartner hatten nicht hier nur die Gelegenheit, ihre Give-aways zu präsentieren, sondern auch ihre Strukturen und Schwerpunkte ihrer alltäglichen Praxis. An dieser Stelle möchten wir uns recht herzlich bei allen Bündnissen bedanken, dass Sie zu einem kolossalen und inspirierenden Austausch beigetragen haben.

Ziel des Workshops war zweierlei: Einerseits sollten Problemlagen, Ressourcen, aber auch Bedarfe entkoppelter junger Menschen aufgedeckt, andererseits praktikable Ansätze in Sachsen diskutiert werden, die diese Personengruppe erreichen.

In einem ersten Schritt wurde sich mittels eines Kurzvortrags an den Begriff „Entkoppelte junge Menschen“ angenähert sowie unterschiedliche Ausprägungsformen, z. B. Armutsquote, Wohnungs- oder Obdachlosigkeit, eingeführt. Sodann waren die Beteiligten angehalten, die Situationen und komplizierten Problemkonstellationen zu beschreiben, in denen sich entkoppelte junge Menschen befinden. Vor allen Dingen das Thema Sucht wurde intensiv diskutiert, auch im Hinblick auf moderne Formen von Abhängigkeit, beispielsweise Computerspiel-Sucht. Ein weiterer Aspekt war die Rolle der Eltern, die sich zum einen als Vorbilder für ihre Kinder erweisen müssen, zum anderen aber ist es wichtig, dass die Kinder sich von ihren Eltern lösen, um Selbstwirksamkeit zu erfahren. Es stellte sich heraus, dass fast alle Problemlagen ineinandergreifen, sich zum Teil wechselseitig hervorrufen und verstärken. Eine Priorisierung scheint diffizil. Schließlich wurden erfolgreiche Ansätze in Sachsen vorgestellt und besprochen, die sich dieser Zielgruppe annehmen. Ist es einerseits – so stellte sich heraus – schwierig, angesichts der wechselseitigen Bedingtheit der Problembezirke eine Priorisierung zu finden, so hat diese Verflechtung andererseits auch zur Folge, dass Ansätze von verschiedenen Stellen aus erfolgreich sein können, indem sich positive Effekte von einer nicht nur auf andere Problemlagen, sondern auf das Gefüge insgesamt übertragen. Im Workshop wurden auch Zielkonflikte besprochen: Erfolgreiche Projektansätze bedürfen langfristiger Planungssicherheiten, um Vertrauen bei der Zielgruppe aufbauen, erfahrenes Personal binden und vorhalten zu können. Aus Sicht mancher Teilnehmender sind diese Bedingungen notwendig zur Erzielung positiver Resultate, stehen aber zugleich auch in Konflikt mit vergaberechtlichen Anforderungen. Befristete Förderperioden sorgten, so einige Teilnehmende, angesichts stetiger Probleme dafür, immer wieder von vorne beginnen zu müssen. Für diesen nicht nachhaltigen Zielkonflikt wurde im Sinne der Erfolgssicherung seitens der Teilnehmenden bei Verantwortlichen um Bewusstsein und Berücksichtigung für spezifischere Regelungen geworben.

Die Fachtagung der Landesservicestelle JubaS bot in ihren vielfältigen Workshops wertvolle Erkenntnisse über die Zielgruppe junger Menschen. Kevin Kaufmann von der Agentur für Arbeit gab im Workshop "Geflüchtete" einen informativen Überblick über aktuelle Statistiken bezüglich Geflüchteter sowie deren Möglichkeiten für den Einstieg und Qualifizierung.

Laura Roser vom Forschungsinstitut Betriebliche Bildung präsentierte das Programm "Berufliche Orientierung für Zugewanderte (BOF)" des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Anschließend wurden in zwei verschiedenen Themenecken folgende Schwerpunkte behandelt: In der ersten Themenecke wurde eine Analyse von Online-Tools zur Beratung junger Geflüchteter durchgeführt, darunter Berufs- und Kompetenzkarten, check.work und www.deine-Berufserfahrung.de. Besonders die Berufs- und Kompetenzkarten erhielten positive Rückmeldungen von den Teilnehmer*innen und wurden als geeignet für die Zielgruppe angesehen. Die Idee, die Rückseite der Karten mehrsprachig zu gestalten, stieß ebenfalls auf Begeisterung. Die Kompetenzkarten sind in verschiedenen Sprachen verfügbar, eine Übersicht der verfügbaren Sprachen finden Sie hier.

In der zweiten Themenecke wurde intensiv über Herausforderungen und Lösungsansätze in der Beratung von jungen Geflüchteten diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass eine Übersicht über die verschiedenen Akteure in Sachsen, die in verschiedenen Kontexten mit jungen Geflüchteten arbeiten, äußerst hilfreich wäre. Der Workshop gewährte somit einen umfassenden Einblick in die bedeutende Arbeit der Beratung junger Geflüchteter und die Instrumente, die zur Unterstützung dieser Zielgruppe zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Workshops sollten die Teilnehmenden motiviert werden, die Chancen von Beteiligung und Partizipation junger Menschen in ihrem Arbeitsalltag zu erkennen und zu nutzen. Dies wurde unter anderem durch den Austausch von guter Praxis bei der aktiven Einbindung umgesetzt. Einen wichtigen Beitrag leistete der Impulsvortrag von Emma Wolff vom Kinder- und Jugendring Sachsen e. V., mit welchem der Workshop in Kooperation durchgeführt wurde. Dabei standen zwei Fragen im Vordergrund: (1) Wie sieht gute Jugendbeteiligung aus? (2) Welche Stufen der Beteiligung werden unterschieden?

Auf dieser Basis des Inputs diskutierten die Teilnehmenden im Rahmen eines World-Cafés wechselnd Möglichkeiten und Herausforderungen der Beteiligung junger Menschen sowie gesammelte Erfahrungen und identifizierte Potenziale einer stärkeren Beteiligung. Wesentliche Ergebnisse lagen einerseits in der Betonung der Rolle von Schulen im Prozess, vorgelagert zu der aktiven Beteiligung im Rahmen der Prozesse der Jugendberufsagenturen, andererseits in dem Mehrwert des Lernens Jugendlicher durch Jugendliche im Sinne eins peer counselings. Zum Abschluss der Diskussion nutzten die Teilnehmenden die Möglichkeit rege, Empfehlungen und Wünsche an die Vertreter*innen auf Landesebene zu richten.

Im Workshop waren mehrere Ziele zu adressieren: Es sollten sowohl Aufgaben von Koordinationen im Rahmen der Arbeit von Jugendberufsagenturen als auch die Erwartungshaltung gegenüber deren Arbeit zur Sprache kommen. Zudem dienen Good-Practice-Beispiele aus Sachsen und anderen Bundesländern als gelungene Anschauungsobjekte, um daraus Gelingensbedingungen für die eigene Arbeit zu gewinnen.

Zunächst eröffnete Mareike Berghaus von der Servicestelle Jugendberufsagenturen die Runde mit einem kurzen Input. Der Blick reichte von Rahmenbedingungen (strukturelle Anbindung, Finanzierung etc.) über Qualifikationen und Kompetenzen von Mitarbeitenden bis hin zu Gelingensfaktoren. Im Verlaufe der Diskussion stellte sich heraus, dass das Aufgabenspektrum von Koordinationen nicht nur regional unterschiedlich ist, sondern eine in sich recht komplexe Angelegenheit. Die Rolle von Koordinatorinnen und Koordinatoren als neutrale Vermittlungsinstanz zwischen den drei Rechtskreisen gleicht mitunter einem Balanceakt. Vor allen Dingen die Übersetzungsarbeit zwischen den Institutionen und deren jeweils eigenen Soziallogiken erfordert Takt- und Fingerspitzengefühl. Umso wichtiger erscheint ferner die vollumfängliche Einbindung der Mitarbeitenden in Koordinierungen in die jeweiligen regulären Strukturen, z. B. Teambesprechungen. Als Fazit steht dessen ungeachtet fest: Koordinatorinnen und Koordinatoren sind Katalysatoren der Entwicklung von Jugendberufsagenturen.

Programm

10:00 Uhr

Begrüßung

Dr. Iris Pfeiffer
Geschäftsführerin Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH

 

10:15 Uhr

Moderierte Gesprächsrunde mit

Ines Fröhlich
Staatssekretärin für Digitalisierung und Mobilität, Sächsisches Staatsministerium für
Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

Michaela Ungethüm
Geschäftsführerin Operativ, Bundesagentur für Arbeit – Regionaldirektion Sachsen

 

11:05 Uhr

Jugendberufsagenturen – Dem Fachkräftemangel begegnen

Lydia Schmidt
Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH

 

11:25 Uhr

Bundesweite Entwicklung von Jugendberufsagenturen

Mareike Berghaus
Servicestelle Jugendberufsagenturen im Bundesinstitut für Berufsbildung

 

11:50 Uhr

Eröffnung JubaS-Marktplatz mit anschließendem Rundgang

Helmut Stier
Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr

 

12:30 Uhr Mittagspause mit Imbiss  

13:15 Uhr

Workshopphase

Geflüchtete junge Menschen

Beteiligung & Partizipation

Entkoppelte junge Menschen

Koordination & Netzwerkaufbau

 

 
15:25 Uhr Aktive Pause mit gallery walk & Netzwerkcafé  

16:00 Uhr

Zusammenfassung der Workshops

Merle Becker
Wertschatz Kommunikation

 

16:15 Uhr

Ausblick & Verabschiedung

Dr. Iris Pfeiffer
Geschäftsführerin Forschungsinstitut Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH

 

 

Moderation

Merle Becker
Wertschatz Kommunikation

 

Türen auf für die Zukunft

Zwischen dem 24. und 26. Oktober 2023 bieten Chemnitzer Unternehmen unter dem Motto „Türen auf für die Zukunft“ die Möglichkeit, regionale Ausbildungsmöglichkeiten kennenzulernen.

Weitere Informationen finden Sie unter folgendem Link.

Landesweite JubaS-Fachtagung am 31. August 2023

Die Landesservicestelle JubaS lädt Sie herzlich zur landesweiten JubaS-Fachtagung „Junge Menschen stärken – Gemeinsam Übergänge gestalten“ ein. Die Veranstaltung findet am 31. August 2023 von 10:00 Uhr bis 16:00 Uhr in Radebeul im Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft GmbH statt.

Wir freuen uns, den Sächsischen Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Martin Dulig, sowie den Vorsitzenden der Geschäftsführung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, Klaus-Peter Hansen, begrüßen zu dürfen. Zu Beginn der Veranstaltung werden sie an einer moderierten Gesprächsrunde teilnehmen, in der wir Impulse und Fragen aus den sächsischen Jugendberufsagenturen aufgreifen werden. Dabei liegt der Fokus auf dem aktuellen Stand und der Weiterentwicklung der Jugendberufsagenturen in Sachsen sowie den neuen Entwicklungen am Ausbildungsmarkt. Gemeinsam möchten wir zukunftsorientierte Lösungen erarbeiten, um junge Menschen erfolgreich auf ihrem Berufsweg begleiten zu können.

Am Nachmittag finden vier parallele Workshops statt, in denen wir uns intensiv mit den Themen rund um die Jugendberufsagenturen auseinandersetzen werden. Es wird u. a. um spezifische Zielgruppen, die Aufgaben und den Mehrwert einer Koordinierung sowie die Einbindung und Partizipation von jungen Menschen gehen. Hier haben Sie die Möglichkeit, aktiv mitzudiskutieren, Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für Ihre Arbeit mitzunehmen.

Die JubaS-Fachtagung bietet Gelegenheit, wertvolle Kontakte zu knüpfen und Ihr Netzwerk auszubauen. Wir sind überzeugt, dass der Austausch untereinander zu innovativen Ansätzen führen kann, um junge Menschen bestmöglich auf ihren Berufsweg vorzubereiten.

Das Programm zum Nachlesen finden Sie unten stehend als PDF.

Sie können sich für die Veranstaltung und die Workshops über das Beteiligungsportal des Freistaates Sachsen anmelden. Wählen Sie gerne schon heute Ihr präferiertes Workshop-Thema aus und sichern Sie sich einen Platz.

Anmeldeschluss für die Veranstaltung ist der 18. August 2023.

Anmeldung über das Beteiligungsportal

Die Veranstaltung findet im Tagungszentrum der Sächsischen Wirtschaft GmbH, Am Alten Güterboden 3, 01445 Radebeul statt. Informationen zur Anreise finden Sie hier.

Die Fachtagung ist eine gemeinsame Veranstaltung der Landesservicestelle JubaS und dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

2. JubaS-Online-Schulung: Onboarding & Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung organisieren

Am 29. Juni 2023 fand die zweite JubaS-Onlineschulung zum Thema “Onboarding & Wissensmanagement in der öffentlichen Verwaltung organisieren” statt. Die Veranstaltung richtete sich hauptsächlich an koordinierendes Personal, Mitarbeitende, die mit Aufgaben der Einarbeitung in Jugendberufsagenturen betraut sind, sowie an weitere interessierte Personen. Im Fokus der Onlineschulung standen u. a. der Aufbau gelingender Einarbeitungsverfahren bzw. -programme sowie die Organisation von Wissensmanagement innerhalb von Verwaltungsstrukturen zur Verstetigung und dauerhaften Nutzung von erworbenem Wissen.

Die Schulung wurde von Herrn Noack und Herrn Vogel von der Hochschule für öffentliche Verwaltung und Rechtspflege Meißen durchgeführt.

Azubi-Speed-Dating in Dresden

Am 07.06.2023 findet in Dresden ein Azubi-Speed-Dating statt. Das ermöglicht ein erstes Kennenlernen und die Chance auf einen Ausbildungsplatz in 2023.

Mehr Informationen finden Sie unter dem folgenden Link.

9. JubaS-Themenkreis – Jugendberufsagentur gemeinsam planen

Am 26. April 2023 fand der 9. JubaS-Themenkreis zum Thema „Jugendberufsagentur gemeinsam planen“ statt. 47 Vertreter*innen der Jugendberufsagenturen im Freistaat und weitere Interessierte nahmen an der Veranstaltung teil.

Zu Beginn gab Annett Voigtländer, Referatsleiterin Kindertagesbetreuung und Förderung im Landratsamt Mittelsachsen, einen Einblick in die Arbeit der Jugendberufsagentur Mittelsachsen. Speziell ging es um die Initiierung eines niederschwelligen Angebots aufsuchender Arbeit bzw. mobiler Angebote. Die Teilnehmenden erhielten Informationen zum gesamten Prozess: von der Projektidee hin zur Trägerauswahl über eine Bewertungsmatrix bis zur Umsetzung der Ziele sowie zu Überlegungen zur Verstetigung. Abschließend kamen die im Projekt tätigen sozialpädagogischen Fachkräfte zu Wort. Sie haben sich den Teilnehmenden persönlich vorgestellt und ein paar Einblicke in die praktische Umsetzung gegeben.

Anschließend stellte Stephan Orendi, Koordinator der Jugendberufsagentur im Landkreis Osterholz, die Arbeit der Jugendberufsagentur vor. Im Besonderen präsentierte er den Teilnehmenden ein Online-Umfrage-Tool „Mein Schul- und Berufsweg“, welches den Beratungsbedarf junger Menschen in Abschlussklassen vor Schuljahresende erfasst. Somit können u. a. unversorgte Jugendliche identifiziert werden, um Ihnen anschließend ein passendes Beratungsangebot zu machen und sie beim Übergang von der Schule ins Berufsleben individuell zu begleiten.

Nach einer kurzen Pause brachte Marcel Noack von der Regionalen Koordinierungsstelle Berufliche Orientierung Dresden ein in Kooperation mit dem JugendBeratungsCenter Dresden entstandenes Produkt zur Schaffung von Transparenz innerhalb der Jugendberufsagentur ein: den Schuljahreskalender Berufliche Orientierung Dresden. Herr Noack erläuterte den Entstehungs- und Weiterentwicklungsprozess des Kalenders, seinen Nutzen sowie die Resonanz im Netzwerk.

Birgit Odenthal und Eric Cebula von der Jugendberufsagentur Krefeld gewährten den Teilnehmenden einen Einblick in den Dienstleistungskatalog der Jugendberufsagentur Krefeld. Dieser ist eine Arbeitshilfe, die allen Mitarbeitenden innerhalb der Jugendberufsagentur zur Verfügung gestellt wird. Darin stellt jeder Rechtskreis geordnet nach Schwerpunkten, wie z. B.  Berufliche Orientierung, Vermittlung in Arbeit oder finanzielle Unterstützung, seine individuellen Angebote inklusive der Zielsetzungen und zuständiger Ansprechpartner vor.

1. JubaS-Onlineschulung – Onlinekommunikation mit jungen Menschen zielgruppengerecht und auf Augenhöhe gestalten

Am 22. November 2022 fand die erste JubaS-Onlineschulung im Rahmen des Förderprogramms „Jugendberufsagentur Sachsen (JubaS)“ statt. Die Schulung „Onlinekommunikation mit jungen Menschen zielgruppengerecht & auf Augenhöhe gestalten“ beschäftigte sich u. a. mit folgenden Themen:

  • Nutzungsverhalten junger Menschen im Umgang mit digitalen Medien
  • praxistaugliche Ansätze/Kriterien für die Ansprache junger Menschen
  • Gestaltungsmöglichkeiten bei der digitalen Ansprache aus einer pädagogischen Sichtweise.

Die JubaS-Onlineschulung richtete sich an koordinierendes Personal sowie Mitarbeitende der Jugendberufsagenturen in Sachsen, die mit Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit betraut sind. Die Onlineschulung wurde von Frau Dr. Nadine Tournier durchgeführt, Mediensoziologin mit jahrelanger Praxiserfahrung in der medienpädagogischen Arbeit mit unterschiedlichen Zielgruppen.